Totentanz – Sinnbild der Vergänglichkeit

Die Darstellung des Totentanzes ist eines der eindrücklichsten Bildmotive der Kunst- und Kulturgeschichte: Der Tod, dargestellt als Skelett oder Knochenmann, holt Angehörige aller Stände, auch kirchliche und weltliche Fürsten, zum letzten Tanz ab. Der Kontrast zwischen der endgültigen Starre des Todes und der dynamischen Lebendigkeit des Tanzes ist ein faszinierendes Paradoxon – ein Bild, das aus der Vorstellungswelt des späten Mittelalters stammt, wo sich Tanz und Tod keineswegs ausschlossen. Besonders bekannt sind der Basler Totentanz und der Lübecker Totentanz. Auch Bad Mergentheim besitzt mit der Totentanz-Darstellung in der St.-Michaels-Kapelle ein eindrucksvolles Zeugnis dieser Tradition. Eindringlich wird dem Betrachter die eigene Sterblichkeit und Endlichkeit vor Augen geführt.
Zu diesem Thema gibt es einen Vortrag, der Einblicke in die Darstellung des Totentanzes sowie dessen Bedeutung in der Kulturgeschichte vermittelt. Referentinnen sind Stadt- und Kirchenführerin Lore Groth-Faniger und Pfarrerin Angelika Segl-Johannsen.
Der Vortrag findet statt am Dienstag, 3. November 2026, 19.00 Uhr im Martin- Luther-Saal des Evangelischen Gemeindezentrums, Bad Mergentheim, Härterichstr. 18. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.





