Elektrosmog im Alltag – heute kein Thema mehr!

Vor ca. 30 Jahren begann der Siegeszug des Mobilfunks. Er veränderte unser Leben in Beruf und Alltag und ganz gravierend unsere privaten Beziehungen untereinander – ein Traum für Geschäftsleute. Der Umsatz der Mobilfunkindustrie betrug nur in Deutschland 26,4 Milliarden € im Jahr 2021, die Anzahl der Mobilfunkgeräte/Anschlüsse lag bei 107,5 Mio. (134 Handys auf 100 Einwohner) und über 400.000 Sendemasten für Telefonie und mobiles Internet.
In unserem Lebensbereich zu Hause liefern wir uns freiwillig und bedenkenlos künstlicher Strahlung und elektromagnetischen Feldern (EMF) aus durch drahtlose Netzwerke (WLAN), Bluetooth-Anwendungen, Schnurlostelefone (DECT). Eine Technik, die auf gepulster Mikrowellenstrahlung beruht, macht unser Leben bequemern … doch ist sie wirklich so harmlos? Viele Wissenschaftler sehen in der gepulsten Hochfrequenz ein besonderes Gesundheitsrisiko. Es gibt Hunderte von Untersuchungen, die zeigen, dass durch EMF Veränderungen im Körper stattfinden, wie z.B. des Blutbildes und des EEGs. Es bestehen starke Indizien für den Zusammenhang zwischen gepulster Strahlung und Symptomen wie Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Hormon- u. Herzrhythmusstörungen, Schwächung des Immunsystems, Schädigung der Erbsubstanz und vieles mehr. Behörden und Netzbetreiber ignorieren dies. Stattdessen sollen Grenzwerte Sicherheit herstellen, diese sind aber keine Vorsorge.
Leben funktioniert durch bioelektrische Systeme, die sich natürlich auftretenden Feldern angepasst haben. Chemische Vorgänge beruhen auf Elektronenfluss. Die Orientierung von Bienen, Zugvögeln und Walen beruht auf dem Magnetfeld unserer Erde, die Wetterfühligkeit des Menschen auf elektromagnetischen Impulsen.
2007 antwortete noch die Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen nach dem Hausgebrauch von WLAN-Netzen: „WLAN-Netze sollten in Privathaushalten vermieden werden.“ Im vierten Mobilfunkbericht 2011 warnt sie noch davor, WLAN-Komponente nicht in unmittelbarer Nähe von Orten aufzustellen, an denen sich ständig Menschen aufhalten und in der „Inhouse“-Verteilung mit herkömmlichen Kabelanschlüssen statt mit WLAN-Schnittstellen zu arbeiten. Im 5. Bericht 2013 war die Warnung nicht mehr zu finden. 2011 fasste der Umweltausschuss des Europarates eine Resolution, dass staatlicherseits Informationskampagnen laufen sollten, die vor Risiken warnen sollte und enthielt die Empfehlung für ein Verbot von Handys, Dect-Telefonen und WLAN-Systemen in Schulen. Grundlage dieser drastischen Warnung war ein Report zur Studienlage, der von immer deutlicheren Beweisen der Gesundheitsschädlichkeit sprach. Die WHO hat 2011 die Mobilfunkstrahlung erstmals als „möglicherweise krebserregend“ eingestuft.
Vermeiden Sie möglichst elektromagnetische Quellen in ihrem privaten Umfeld: Mikrowellengeräte, schnurlose DECT-Telefone. Gehen Sie wo möglich über Kabel ins Internet und schalten Sie WLAN und Bluetooth bei Nichtgebrauch aus. Ihr Handy sollten Sie möglichst per Freisprecheinrichtung und beim Verbindungsaufbau weit von sich halten. Bei Strahlung von Nachbarn ist eine Abschirmung möglich.




