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Ulrike Scheb: Malerei und Plastik

Von Weidhaas
24.02.2026
Tauberbischofsheim
©
Scheb

Intensive Farbflächen treffen auf markante Linienführung. Ein weiblicher Torso aus Zelluloseton, dessen raue Oberfläche Verletzlichkeit erzählt. Abstrakte Kompositionen, die wie von innen zu leuchten scheinen. Ulrike Scheb bewegt sich zwischen Figuration und Abstraktion und findet dort eine Sprache, die das Ungesagte sichtbar macht.

Die Künstlerin arbeitet mit Öl, Acryl und Mischtechniken. Ihre Gemälde leben vom Widerspiel: Großflächige, leuchtende Farben stehen neben kleinteiligen Hell-Dunkel-Kontrasten. Mehrere Bildebenen überlagern sich, schaffen räumliche Tiefe und lassen die Arbeiten weit in den Raum wirken. Dabei oszilliert Scheb zwischen dem Gegenständlichen und der völligen Auflösung – vom Akt bis zur reinen Farbe und Form. Die expressive Farbgebung gibt den Bildern emotionale Dringlichkeit, lässt aber genügend Raum für eigene Interpretationen.

Das Thema Körper setzt sich in ihren Plastiken fort. Weibliche Akte und Torsi aus Zelluloseton vermitteln durch ihre ausdrucksstarke Oberflächengestaltung emotionale Zustände. Die rauen, teils verletzlich wirkenden Oberflächen erzählen von Befindlichkeiten, die sich nicht in Worte fassen lassen. Form und Haptik werden zur Sprache des Körpers.

„Die Künstlerin hat sich einer ausdrucksstarken, informellen Formensprache verschrieben, die sie aus dem Dialog von Farbe und Linie entwickelt.“ Andrea Brandl, Museen Schweinfurt.

Vom 24. April bis zum 17. Mai ist die Ausstellung von Ulrike Scheb beim Kunstverein Tauberbischofsheim zu bestaunen. Die Vernissage ist am Freitag, 24. April, um 19:00 Uhr.

Die Öffnungszeiten sind samstags von 10:30 bis 12:30 Uhr und sonntags von 14:00 bis 18:00 Uhr und nach Vereinbarung per E-Mail an kvtbb@kv-tbb.de. Es ist freier Eintritt.

Ulrike Scheb, 1957 in Würzburg geboren, lebt in Zellingen. Nach ihrem Kunsterziehungsexamen 1980 studierte sie Komposition, Malerei und plastisches Gestalten bei namhaften Künstlern wie Markus Lüpertz. 2008 gewann sie den Kunstpreis Marktheidenfeld, seit 2011 ist sie Mitglied im Verband Kunstschaffender Unterfrankens. Ihre Arbeiten wurden u.a. im Spitäle Würzburg, in der IHK Würzburg und im Welz-Haus der Universität Würzburg gezeigt.

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