Osterduft und Kindheitserinnerungen

In der Tagespflege Hettstadt duftete es dieser Tage nach frischem Teig, Vanille und Kindheitserinnerungen: Gemeinsam mit Mitarbeitenden haben die Gäste der Einrichtung liebevoll Osterhäschen gebacken. Ausgestattet mit bunten Schürzen, Nudelholz und Ausstechformen entstanden in konzentrierter, zugleich fröhlicher Atmosphäre kleine Kunstwerke aus Mürbteig.
An dem großen Tisch im Aufenthaltsraum wurde geknetet, ausgerollt und gelacht. Manche Hände waren zunächst zögerlich, fanden dann aber schnell wieder die vertrauten Bewegungen aus früheren Zeiten. „So habe ich früher mit meinen Kindern gebacken“, erinnerte sich eine Besucherin, während sie sorgfältig ein Häschen nach dem anderen aus dem Teig löste. Schritt für Schritt füllte sich das Backblech, jedes Häschen ein Unikat. Mitarbeitende standen aufmerksam zur Seite, gaben kleine Hilfestellungen, reichten Mehl oder formten gemeinsam nach – doch der eigentliche Mittelpunkt war das Miteinander am Tisch.
Die österlich geschmückten Räume, fröhliche Farben und der Blick auf den lebendigen Betrieb im Hintergrund sorgten für sichtbare Freude. Backen ist in der Tagespflege Hettstadt weit mehr als eine nette Beschäftigung: Es fördert Motorik und Konzentration, regt alle Sinne an und schenkt Erfolgserlebnisse. Gleichzeitig holt der vertraute Duft aus dem Ofen Erinnerungen an Familienfeste und frühere Osterbräuche zurück. So entstehen Gespräche ganz von selbst – über Kinder und Enkel, über „alte Rezepte“ und darüber, wie früher gefeiert wurde.
Zum Abschluss wurden die goldbraun gebackenen Osterhäschen natürlich gemeinsam probiert – begleitet von Kaffee, Lächeln und stolzen Blicken auf das selbst Geschaffene. Die Aktion zeigte eindrucksvoll, wie vertraute Tätigkeiten Lebensfreude wecken und ein Stück Normalität in den Alltag bringen.






