FragRegional
Bauen & Wohnen

Fünf kreative Ideen für die Stadt entwickelt

Von Marcus Meier
08.04.2026
Marktheidenfeld
©
Pia Bittner

Neun bayerische Kommunen beteiligen sich aktuell an den „Digitalen Zukunftstagen“, eine davon ist Marktheidenfeld. Ziel des von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit (BLZ) und des Bayerischen Jugendrings (BJR) initiierten Projekts ist es, junge Menschen für Lokalpolitik und das Mitgestalten zu begeistern. Beteiligt an der Aktion sind die städtische Jugendarbeiterin Stephanie Namyslo sowie Roland Schwab vom Jugendzentrum (JUZ) der Stadt Marktheidenfeld.

Zusammen mit Pia Bittner und Anna Mölle vom BJR organisierte das JUZ-Team Ende Februar einen Workshop, bei dem rund 30 Schüler der 8. Klasse der Mittelschule Marktheidenfeld mit ihrem Lehrer Andreas Steinbacher fünf Themen erarbeiteten, die ihnen am Herzen liegen. Diese wurden von den Schülern Ende März im Großen Sitzungssaal des Rathauses den Mitgliedern des Sozialausschusses der Stadt Marktheidenfeld präsentiert.

Unter der Leitung von 2. Bürgermeister Christian Menig kamen dabei die Themen Soccer-Feld, Bike-Park, Schnellrestaurant, Krankenhaus und Obdachlosenunterkunft auf den Tisch. Für den Soccer-Court am Maradies wünschten sich die Jugendlichen ein Netz, das das Feld „überdacht“ und so den Ball im Spiel hält. Viele Bälle landeten in den in der Nähe gelegenen Maradiesseen, was zu gefährlichen Rettungsaktionen verleite. Zudem sei ein „Flutlicht“ oder eine Beleuchtung für den Fußballplatz sinnvoll, da im Herbst und Winter häufig bis in die Dunkelheit hinein gekickt wird.

Ein Fahrrad-Parkour und ein McDonalds-Restaurant waren weitere Wünsche, die die Jugendlichen vorstellten. Aber auch an die Allgemeinheit wurde gedacht: So sprachen die jungen Leute auch an, dass sie ein Krankenhaus oder mehr medizinische Versorgung in der Nähe und eine Obdachlosenunterkunft mit sozialem Treffpunkt sowie Drogenberatungsstelle – auch für Jugendliche – in Marktheidenfeld sinnvoll fänden.
Die Stadträte des Sozialausschusses nahmen im Anschluss zu allen kreativen Ideen Stellung und diskutierten mit den Jugendlichen die Chancen für eine mögliche Umsetzung. Vor allem bei den Wünschen zum Soccer-Feld wurde eine baldige Umsetzung in Aussicht gestellt.

„Wir finden es super, dass sich unsere Jugendlichen und die Stadträte im Rahmen des Projekts direkt miteinander austauschen konnten“, freuen sich Stephanie Namyslo und Roland Schwab über das gelungene Projekt. Sie würden sich wünschen, dass so ein konstruktiver Dialog zwischen den Jugendlichen und den Mitgliedern des Sozialausschusses in Zukunft fortgeführt wird.

Teilen