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Landkreis Tauberbischofsheim

Distelhausen und Dittigheim feiern ihre Erich-Kästner-Grundschule

Von Helga Hepp
22.07.2026
Distelhausen
©
Marina Progl

Mit rund 400 Gästen feierte die Erich-Kästner-Grundschule Distelhausen am 17. Juli ihr 60-jähriges Bestehen. Gleichzeitig wurde das neugestaltete Außengelände mit dem Grünen Klassenzimmer, dem Schulgarten und weiteren Lern- und Begegnungsorten offiziell eingeweiht und gesegnet. Das abwechslungsreiche Programm der Schüler machte den Nachmittag zu einem besonderen Erlebnis.

Ein Ort, der mit der Schulgemeinschaft gewachsen ist

Den offiziellen Teil eröffnete Schulleiterin Jessica Grimm, die zahlreiche Gäste aus Schule, Politik, Kirche und der Dorfgemeinschaft begrüßte. Besonders freute sie sich über viele ehemalige Schulleiter, Lehrkräfte sowie frühere Schüler, die zum Jubiläum an ihre alte Schule zurückkehrten. Ein besonderer Ehrengast war der über 90-jährige ehemalige Schulleiter Hans Becker, der die Erich-Kästner-Grundschule über viele Jahre geprägt hat und das Jubiläum mit einem eigens erstellten Film zur Schulgeschichte bereicherte.

Im Mittelpunkt des Jubiläums stand anschließend die feierliche Einweihung des ersten Bauabschnitts der Neugestaltung des Außengeländes. Gemeinsam mit Bürgermeisterin Anette Schmidt und Dekan Holler wurde das Gelände offiziell übergeben und gesegnet.

„Wenn eine Idee wie Samen auf fruchtbaren Boden fällt und sie durch Know-how, tatkräftige Unterstützung und die nötige Finanzierung wachsen kann, dann ist das ein unglaublich wertvolles Geschenk“, sagte Schulleiterin Jessica Grimm.

Beeindruckendes Gemeinschaftsprojekt

Das neue Außengelände ist in den vergangenen Monaten mit großem ehrenamtlichem Engagement entstanden. Eltern, Lehrkräfte, der Förderverein sowie zahlreiche Unterstützer packten bei mehreren Arbeitseinsätzen selbst mit an. So entstanden unter anderem das Grüne Klassenzimmer mit Amphitheater, ein Schulgarten mit vier Hochbeeten, ein Fußballfeld, ein Insektenhotel sowie weitere naturnahe Lern- und Bewegungsräume.
Eine besondere Rolle spielte dabei Svenja Rappold mit ihrer Familie. Als Mutter eines Schulkindes, Mitglied des Fördervereins und Mitarbeiterin des Landesschulzentrums für Umweltbildung Adelsheim brachte sie ihr Fachwissen und ihre Begeisterung in das Projekt ein. Gemeinsam mit ihrem Mann koordinierte sie zahlreiche Arbeitseinsätze und gestaltete den Schulgarten entscheidend mit. Zum Dank trägt dieser heute den Namen „Holda RAPPOLDa – hier blüht etwas“, der auf einem handgefertigten Holzschild am Gartentor verewigt ist.

Zum Gelingen des Projekts trugen außerdem zahlreiche Partner bei.

Schule verbindet Generationen

Mit Theaterstücken, Gedichten und Liedern rund um Erich Kästner gestalteten die Schüler ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm und schlugen die Brücke zwischen der Geschichte der Schule und ihrer Zukunft.
Beim anschließenden Sommerfest nutzten viele ehemalige Schüler, Familien und Gäste die Gelegenheit, Erinnerungen auszutauschen und das neue Außengelände zu erkunden. Ein Erinnerungsraum mit Film- und Fotoaufnahmen aus 60 Jahren Erich-Kästner-Grundschule sowie zahlreiche Mitmachangebote rundeten das Jubiläumsfest ab.

„Eine Schule ist weit mehr als ein Gebäude. Sie ist ein Lebensraum, in dem Kinder wachsen, Gemeinschaft erleben und Zukunft gestaltet wird. Das neue Außengelände ist deshalb weit mehr als eine bauliche Erweiterung – es ist ein Ort, der Bildung, Natur und Miteinander auf besondere Weise verbindet“, sagte Bürgermeisterin Anette Schmidt.

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