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Veranstaltungen

Ein Ehrenritter im Wandel

Von Staatl. Schlösser und Gärten Baden-Württemberg
24.08.2026
Bad Mergentheim
Tafelschau im Residenzschloss Mergentheim
©
deutschorden-zentralarchiv-wien,-h.-flachenecker

Noch bis zum 4. Oktober zeigt das Residenzschloss Mergentheim die Tafelschau „Eduard Karl Borromäus Gaston, Graf und Freiherr Pöttickh von Pettenegg (1847–1918). Der Deutsche Orden im Wandel“. Die von der Forschungsstelle Deutscher Orden an der Universität Würzburg erarbeitete Schau wird in Kooperation mit den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg präsentiert. Im Mittelpunkt stehen der Ehrenritter Pöttickh von Pettenegg und das von ihm in Auftrag gegebene Missale Romanum mit seinem aufwendig gestalteten Silbereinband, das im Original zu sehen ist.

Ein Leben im Dienst des Deutschen Ordens

Eduard Karl Borromäus Gaston, Graf und Freiherr Pöttickh von Pettenegg, war eng mit dem Deutschen Orden verbunden. 1871 ernannte ihn Hochmeister Erzherzog Wilhelm zum Ehrenritter. Im Orden übernahm Pettenegg zahlreiche Ämter: Er war Komtur, Ratsgebietiger und Ordenskanzler. Zudem leitete er die hoch- und deutschmeisterliche Geheime Kanzlei in Wien. Zwischen 1875 und 1906 bekleidete er als k. u. k. Kämmerer das Amt des Ahnenprobenexaminators im Oberstkämmeramt. 1893 ernannte Kaiser Franz Joseph ihn zum wirklichen Geheimen Rat mit dem Titel „Exzellenz“.

Vom Ehrenritter zum Geistlichen

Später schlug Pöttickh von Pettenegg einen neuen Lebensweg ein und erfüllte sich den lange gehegten Wunsch nach einer geistlichen Laufbahn. 1903 wurde er zum Priester geweiht, 1904 zum Titular-Erzbischof von Damiette ernannt. Zu seinem persönlichen Erbe gehört das kostbar gestaltete Missale Romanum, dessen aufwendiger Silbereinband besondere Aufmerksamkeit auf sich zieht. Das Werk wird in der Tafelschau im Original präsentiert. „Wir freuen uns, dass wir mit dieser Tafelschau eine Persönlichkeit des Deutschen Ordens in ihrer Vielfältigkeit vorstellen können“, sagt Maike Trentin-Meyer, Konservatorin der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg.

Vertiefung der Ordensgeschichte im Residenzschloss

Das Residenzschloss Mergentheim ist eng mit der Geschichte des Deutschen Ordens verbunden. In der dortigen Dauerausstellung wird die mehr als 800-jährige Geschichte des Ordens umfassend dargestellt. Die temporäre Tafelschau richtet den Blick nun vertiefend auf das 19. Jahrhundert und verbindet die Biografie Pöttickh von Petteneggs mit den Veränderungen des Deutschen Ordens in dieser Zeit.

Öffnungszeiten Residenzschloss Mergentheim:

  • 1. April bis 31. Oktober
  • Mittwoch bis Sonntag und Feiertag von 10:30 bis 17:00 Uhr

Eintritt:

  • Erwachsene 8,00 €
  • Ermäßigte 4,00 €
  • Familien 20,00 €

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