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Autor: Karl-Heinz Ursprung Gesundheitsberater GGB

Datum: 20.03.2025

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Bitte Bitter: Gut für die Figur und das Immunsystem

Porträt KH

Bitterstoffe waren nicht sehr beliebt. Sie wurden in den letzten 50 Jahren aus unseren Lebensmitteln herausgezüchtet. Wir sind ein Volk von Schleckermäulern geworden. Doch in letzter Zeit erlebt der bittere Geschmack so etwas wie eine Renaissance. Grapefruit, Chicorée, Radicchio und Endivie dienen nicht mehr nur als Augenweide auf Wurstplatten.

Bitterstoffe wirken in unserer Nahrung – ohne Wärmebehandlung – über die Geschmacksknospen am Zungengrund verdauungsanregend. Im Magen werden bis zu 25% mehr Verdauungssäfte produziert und sorgen für eine bessere Verwertung der Lebensmittel.

Vitamin B 12 wird vermehrt resorbiert, was anregend auf die Bildung der roten Blutkörperchen wirkt. Auch im Darm wirken Bitterstoffe durchblutungsanregend. Die Schleimhäute regenerieren schneller und Gasbildung wird reduziert.

Außerdem ist bitteres Gemüse oft kalorienarm. Beispiel Endivien: 100 Gramm haben nur 10 Kilokalorien, Radicchio 14 Kilokalorien, Chicorée 17 Kilokalorien. Gut für die schlanke Linie sind diese Sorten auch aus einem anderen Grund, denn diese Bitterstoffe gelten als Fettverbrenner und können schlank halten. Die Erklärung ist einfach: Leber- und Gallestoffwechsel werden angeregt, außerdem wird das Sättigungsgefühl angesprochen. Das Gehirn verbindet „bitter“ mit „giftig“, denn viele giftige Pflanzen in der Natur schmecken bitter. Spürt also die Zunge diesen Geschmack, löst das automatisch eine Abwehr aus und bremst dadurch den Appetit.

Es gibt noch einen weiteren Grund, sich auf dieses Erlebnis einzulassen, denn „bitter“ peppt das Essen enorm auf. Haben Sie schon mal Grapefruit mit süßen Erdbeeren gegessen? Eine Grünkern-Frikadelle mit Löwenzahnsalat? Lecker!

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Bis zu sieben Anläufe können nötig sein, um das Geschmacksempfinden umzustellen. Wer sich erst einmal vorsichtig an Bitterstoffe herantasten möchte, der nimmt Gewürze wie Ingwer, Majoran, Oregano, und Estragon. Auch Oliven sind von Natur aus bitter. Sie schmecken prima zum Radicchiosalat mit Avocadostreifen. Auch Schokolade mit hohem Kakaoanteil, z.B. 80%, schmeckt bitter und sehr intensiv. Meine Empfehlung: Achten Sie darauf, dass alle Zutaten nach den Richtlinien der Bio-Anbauverbände erzeugt wurden. Im Bioladen finden Sie auch ältere Sorten an Gemüse, die unverändert im Geschmack ihren bitteren Charakter erhalten haben und noch weitere Vorzüge für die Gesundheit bieten.

Hier werden Sie durch überzeugte Mitarbeiter beraten und bekommen bevorzugt Produkte aus der kleinbäuerlichen Landwirtschaft – eine Partnerschaft auf Augenhöhe.

Wer dann nach einer guten Mahlzeit leichtes Völlegefühl verspürt, der kann es ja mal mit einem bitteren Kräuterschnaps oder Pflanzensäften aus dem Bioladen probieren. Sie beinhalten meist Kümmel, Anis oder Fenchel. Prost!

Karl-Heinz Ursprung Gesundheitsberater GGB am 20.03.2025