Eine Geige gegen das Vergessen

Vor 100 Jahren ein Star, heute fast vergessen: Alma Rosé, eine Nichte von Gustav Mahler, erlangte in den glamourösen 1920er-Jahren große Berühmtheit als gefeierte Violinsolistin. Später ereilte sie ein tragisches Schicksal als Leiterin des Frauenorchesters im Konzentrationslager in Auschwitz.
Am Samstag, 10. Mai wird der Stargeigerin Alma Rosé im Pfarrheim St. Laurentius in Marktheidenfeld im Rahmen der musikalischen Lesung „In mir klingt ein Lied - Eine Geige gegen das Vergessen“ gedacht.
Tomás Hajek (Geige) und Matthias Steinkrauß (Cello) vom Mainfranken-Theater zeichnen ihr bewegtes Leben gemeinsam mit Alma Flammersberger (Akkordeon) musikalisch nach. Alma Flammersberger ist vielen Menschen in Marktheidenfeld auch als Leiterin des Akkordeonorchesters bekannt.
Der Schauspieler Rainer Appel und die Sängerin Anke Hájková-Endres lesen ergänzend aus Briefen und Berichten von Zeitzeugen, die aus dem Nachlass der Familie Rosé stammen. Begleitet von eindrucksvoller Musik spannt sich ein umfassender Bogen von ihrem Aufstieg bis zu ihrem bewegenden Schicksal im KZ Auschwitz. Musik, die Konstante des Lebens von Alma Rosé, ergänzt die Erzählungen dort, wo Worte nicht ausreichen und erzählt von Euphorie, Entwertung und Überlebenskampf.
Zu hören sind unter anderem Werke von Johann Sebastian Bach, Frédéric Chopin, Antonín Dvorák, Fritz Kreisler, Franz Léhar, Richard Strauss und Giacomo Puccini.
Der Einlass ins Pfarrheim St. Laurentius in der Kolpingstraße 12 in Marktheidenfeld erfolgt ab 19:00 Uhr, Veranstaltungsbeginn ist um 19:30 Uhr. Veranstalter sind die Volkshochschule (vhs) Marktheidenfeld, die Stadtbibliothek Marktheidenfeld und das Kulturamt der Stadt.
Marcus Meier am 24.03.2025