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Tauberländerverein wächst weiter erfolgreich – JHV bestätigt Vorstandsteam

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© Henry Mühlbauer, Tauberländer Bio-Streuobstwiesen e.V.

Bereits zum 6. Mal seit der Gründung des Vereins im Juni 2018 begrüßte Vorstandsvorsitzender Henry Mühlbauer am Freitag, 28. Juni, die Mitglieder des Tauberländer Bio-Streuobstwiesenvereins zur Jahreshauptversammlung. Im großen Saal des Landratsamts hatten sie sich eingefunden, um sich über das vergangene Vereinsjahr zu informieren. Zur anstehenden Wahl trat das Vorstandsteam erneut an.

Neben den Informationen des ersten Vorsitzenden Henry Mühlbauer zu wirtschaftlichen Vertriebsthemen, widmete sich der zweite Vorsitzende, Tobias Hornung neben seinem Jahresrückblick ausführlich dem praktischen Obstpflegeteil.

Der Verein ist auf inzwischen 125 Mitglieder angewachsen und auch der Verkauf der Produkte entwickelt sich sehr positiv. Die Nachfrage ist steigend, Ideen für neue Produkte liegen umsetzungsreif auf den Schreibtischen. Für den Verein geht es darum, den schwachen Erntejahren mit mehr Obsterzeugern entgegen zu treten, so Vorsitzender Henry Mühlbauer. Die Kampagne 2023, bei der gezielt Obsterzeuger in der Region Grünsfeld, Wittighausen und Vilchband gesucht wurden, hat dem Verein zahlreiche neue Beitritte beschert. In den Vorjahren war bewusst von aktiver Mitgliederwerbung abgesehen worden, um zunächst Grundlagen in der internen Organisation neu zu schaffen und zu strukturieren. Seitdem stehen die Zeichen bei steigenden Auszahlungspreisen an die Mitglieder auf Wachstum.

Zum Leit- und Leidthema entwickelt sich auch im Streuobstbau der Klimawandel. Tobias Hornung erläuterte anhand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen die Probleme und Lösungsansätze. Zu früher Austrieb, Spätfrostschäden, Wassermangel, Hitzeschäden, Fruchtabwurf und die daraus resultierende Schwächung der Bäume öffnet Tür und Tor für weitere Schäden durch Bakterien (z.B.: Feuerbrand), Sonneneinstrahlung (Sonnenbrand, Rindenschäden), Pilze (Schwarzer Rindenbrand) und Insekten. Die finanziellen Einbußen durch Ernteverluste, aber auch durch das Absterben von alten Bäumen, sind für die Obsterzeuger und die Biotope erheblich. Trotz aller Schwierigkeiten, so Hornung, sei Aufgeben der schlechteste Weg. Er erläuterte wie Streuobstwiesen – mit ihrer ungeheuren Artenvielfalt ein ökologischer Schatz – durch Umdenken erhalten werden können. Vom Anlegen neuer Wiesen auf besseren Böden, in nördlicheren Hanglagen, an Waldsäumen etc. über die sorgfältige Sortenwahl unter Beachtung unterschiedlicherer Blüh- und Reifezeiten, alternativer Obstarten, der Veredelung auf robusten Unterlagen bis hin zur Stammpflege oder -begrünung, erläuterte er zahlreiche Maßnahmen, die dazu beitragen, auch in Zukunft heimisches und gesundes Obst von vielfältigen Streuobstwiesen zu ernten. Neben der Anpassung an den Klimawandel ist man vereinsintern weiter aktiv daran, die eigenen CO2-Emissionen zu kompensieren. Mit der geplanten Neuanpflanzung eines „Obstsortengartens“ in Wenkheim mit rund 200 wertvollen, regionalen Bäumen soll der Verein klimapositiv gestellt werden.

Bei den anstehenden Neuwahlen stand die bisherige Vorstandschaft, bestehend aus den beiden Vorsitzenden Henry Mühlbauer und Tobias Hornung, Kassier Maik Waltert und Schriftführerin Irmtraud Mühlbauer, zur Wiederwahl, bei der allen vier Kandidaten erneut einstimmig das Vertrauen ausgesprochen wurde.


Irmtraud Mühlbauer am 08.07.2024