Der Blick, der zum Kunstwerk wird

Foto Schwab bringt die Iris-Fotografie zum Saatmarkt
Kein Auge gleicht dem anderen. Was auf den ersten Blick nur farbig wirkt, besteht aus Fasern, Furchen und Krypten – einem Muster, das sich im Laufe des Lebens kaum verändert und das es in dieser Kombination nur ein einziges Mal gibt. Die Iris-Fotografie macht diese Strukturen sichtbar und vergrößert sie so weit, dass aus ihnen ein Kunstwerk fürs Wohnzimmer wird.
Entscheidend ist dabei weniger die Kamera als das Licht. „Wenn man frontal drauf leuchtet, wird das Auge flach – und ein Auge ist im Grunde ein Glaskörper, da spiegelt sich alles, was im Raum steht“, sagt Fred Schwab. „Wir arbeiten deshalb mit einem speziellen Aufbau, der die Struktur seitlich erfasst. Dadurch entstehen Schatten in den Furchen – und genau hiermit entsteht unsere große Tiefenwirkung.“
Beim Saatmarkt führt Fred Schwab und sein Team an seinem Aktionsstand seine Irisfotografie vor. Besucher können sich dort kostenlos fotografieren lassen und das Ergebnis unmittelbar danach auf dem Bildschirm ansehen. Wer sich anschließend für ein Bild entscheidet, zahlt am Aktionstag nur 69 statt regulär 79 Euro. „Die meisten sind überrascht, wenn sie ihr eigenes Auge zum ersten Mal in dieser Größe sehen“, so Schwab. „Das eigene Gesicht kennt man aus dem Spiegel. Diese Strukturen in den Augen hat vorher noch niemand gesehen – auch man selbst nicht.“
Häufig nachgefragt werden Gemeinschaftsbilder: Aus zwei, vier oder mehr Iriden entsteht eine Collage, die als großformatiges Wandbild gehängt wird. „Bei Paaren und Familien geht es am Ende nicht mehr nur um Fotografie“, so Schwab. „Da hängt etwas an der Wand, das jeden Tag zeigt, wer zusammengehört.“
Auch Kinder können fotografiert werden. „Viele Eltern kommen mit der Sorge, ihr Kind hält nicht still“, sagt Schwab. „Bisher hat es bei Jedem geklappt, ab etwa zwei, drei Jahren. Man muss dem Kind nur die Zeit lassen, die es braucht.“
Am meisten Freude mache ihm der Moment, wenn seine Kunden mit dem fertigen Bild nach Hause gehen: „Das ist dann kein Foto mehr, das ist ein Kunstwerk.“
Weitere Informationen: www.fotoschwab.de
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