Gemeinde Greußenheim verabschiedet Revierförster Wolfgang Fricker nach 37 Jahren im Dienst

Mit großem Dank und hoher Anerkennung verabschiedet die Gemeinde Greußenheim ihren langjährigen Revierförster Wolfgang Fricker in den Ruhestand. Seit 1989 war er für den Gemeindewald und die Privatwälder auf der Gemarkung Greußenheim verantwortlich und prägte in den vergangenen 37 Jahren die Entwicklung des Waldes wie kaum ein anderer. In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Fricker gemeinsam mit seiner Nachfolgerin, Försterin Elke Rützel, letztmals den Jahresbetriebsplan für das Einschlagsjahr 2026/2027 vor. Gleichzeitig nutzte Bürgermeister Reinhold Seubert die Gelegenheit, um sich im Namen der Gemeinde für das außergewöhnliche Engagement des scheidenden Försters zu bedanken. „Mit Wolfgang Fricker verliert Greußenheim einen Förster, der unseren Wald über Jahrzehnte mit großer Fachkompetenz, Weitsicht und persönlichem Einsatz begleitet hat“, betonte Seubert. Bereits kurz nach seinem Dienstantritt musste Fricker mit dem Orkan Wiebke im März 1990 eine der größten Herausforderungen seiner Laufbahn bewältigen. Gemeinsam mit den Gemeindearbeitern und amerikanischen Soldaten wurden damals die enormen Sturmschäden beseitigt. Während seiner langen Dienstzeit setzte sich Fricker mit großem Engagement für die nachhaltige Entwicklung des Gemeindewaldes ein. Zu seinen Verdiensten zählen unter anderem die Waldflurbereinigung, die Förderung einer natürlichen Waldverjüngung sowie die Begleitung des ehemaligen Nahwärmeprojekts. Dabei verfolgte er stets das Ziel, den Wald als wertvollen Lebensraum und als Erbe für kommende Generationen zu erhalten. In seiner letzten Vorstellung des Jahresbetriebsplans fand Wolfgang Fricker zugleich bewegende Worte zum Zustand des Waldes. Die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels mit langen Trockenperioden und immer heißeren Sommern bereiten ihm große Sorgen. „Es ist schlimm, es ist dramatisch. Manchmal kann ich dieses Ausmaß kaum noch ertragen“, sagte der scheidende Förster. Besonders die Zukunft der Buche am Standort Greußenheim sieht er kritisch. Auch die Ausbreitung des Schwammspinners und weiterer Schädlinge stelle den Wald vor enorme Herausforderungen. Seine eindringlichen Worte machten deutlich, dass der Schutz und die Anpassung des Waldes an den Klimawandel auch in Zukunft eine zentrale Aufgabe bleiben wird. Bürgermeister Seubert würdigte Frickers unermüdlichen Einsatz: „Wolfgang Fricker hat sich stets mit großem Sachverstand und Herzblut für unseren Wald eingesetzt. Seine Erfahrung, sein fachliches Wissen und sein Engagement haben unseren Gemeindewald nachhaltig geprägt. Dafür gilt ihm der Dank der gesamten Gemeinde Greußenheim.“ Mit Försterin Elke Rützel übernimmt nun eine erfahrene Nachfolgerin die Verantwortung für den Gemeindewald. Die Gemeinde freut sich auf die Zusammenarbeit und wünscht ihr für ihre neue Aufgabe einen guten Start sowie viel Erfolg.




