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Gesundheit, Veranstaltungen

Infoabend: Endometriose ist behandelbar

Von Pressestelle / UKW
25.02.2026
Würzburg
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Daniel Peter / UKW

Endometriose ist eine häufige und komplexe gynäkologische Erkrankung. In Deutschland sind etwa zwei Millionen Frauen davon betroffen. Grund genug für die Frauenklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW), der gutartigen Erkrankung jährlich einen kostenlosen Informationsabend zu widmen, jeweils unter wechselnden Aspekten. Die nächste Ausgabe findet am Dienstag, 24. März, statt.

Prof. Dr. Achim Wöckel, der Direktor der Frauenklinik, erläutert: „Bei der Endometriose wachsen gebärmutterschleimhautähnliche Zellverbände außerhalb der Gebärmutterhöhle, also zum Beispiel im Scheidenbereich, im Bauchfell, in den Eierstöcken oder in der Darmwand. Je nach Lokalisation und Einzelfall kann dies zu sehr unterschiedlichen Beschwerden führen.“

Endometriose verstehen – Schmerzen ernst nehmen

Diese unspezifischen Symptome und oft langen Diagnosewege führen dazu, dass Betroffene jahrelang mit Schmerzen leben, ohne eine klare Ursache zu kennen. Privatdozentin Dr. Saskia-Laureen Herbert, die stellvertretende Leiterin des zertifizierten Endometriosezentrums des UKW, klärt beim Infoabend über die Möglichkeiten der Diagnostik auf – von der strukturierten Anamnese über Ultraschall bis hin zur Magnetresonanztomographie (MRT). „Wir wollen Frauen ermutigen, anhaltende Schmerzen konsequent abklären zu lassen“, unterstreicht Dr. Herbert.

Präsentation der verschiedenen Therapieoptionen

„Wie es der Titel unseres Infoabends beschreibt, ist Endometriose zwar bisher nicht heilbar, aber die mit der Erkrankung verbundenen Beschwerden lassen sich durchaus gut therapieren“, sagt Dr. Anastasia Altides. Die Leiterin des Endometriosezentrums stellt in ihrem Vortrag medikamentöse, hormonelle und operative Behandlungswege vor. „Falls eine Operation die besten Ergebnisse verspricht, sollte diese grundsätzlich minimal-invasiv erfolgen. Hier können wir in der Universitäts-Frauenklinik Würzburg neben der konventionellen Laparoskopie auch robotisch unterstützte Systeme anbieten“, schildert Dr. Altides.

Chancen der Selbstfürsorge

Neben der Behandlung in einem spezialisierten Zentrum können auch die Patientinnen sich selbst viel Gutes tun. Welche Chancen in Selbstmanagement und Selbstfürsorge stecken, beschreibt Prof. Dr. Imad Maatouk, Schwerpunktleiter für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Medizinischen Klinik II des UKW.

Als für seine Selbsthilfefreundlichkeit ausgezeichnetes Krankenhaus freut sich Würzburger Uniklinikum zudem, am Infoabend zu kommunizieren, dass sich derzeit auch für Endometriose eine Selbsthilfegruppe herausbildet.

Abgerundet wird die Veranstaltung durch eine ausführliche Diskussionsrunde mit dem Auditorium.

Der Informationsabend findet um 18:00 Uhr im Hörsaal 1 des Zentrums für Innere Medizin des UKW an der Oberdürrbacher Straße 6 statt.

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung bis spätestens 17. März erforderlich unter https://service.ukw.de/Formular/?u=ver_24_03_2026_frauenklinik

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