Lauda-Königshofens Marienstraße zieht Radler und Touristen in den Bann

Wer auf dem 5-Sterne-zertifizierten Radweg „Liebliches Taubertal – Der Klassiker“ unterwegs ist und in Lauda-Königshofen Station macht, trifft in der Marienstraße auf ein besonderes Willkommensschild: Die farbenfrohe Kunstinstallation erstrahlt in neuem Gewand – als gemeinschaftliches Projekt von Initiator Rudolf „Rudi“ Neugebauer und der Stadt Lauda-Königshofen.
Die Marienstraße liegt unmittelbar auf dem Radweg „Der Klassiker“, einem der beliebtesten Radfernwege Deutschlands. Radtouristen, die hier einen Zwischenstopp einlegen, stoßen direkt auf die Installation – und viele halten inne, um die Motive auf sich wirken zu lassen oder ein Foto zu schießen. Das Kunstwerk ist längst eine Besucherattraktion auf dem Radweg geworden.
Regionale Zugehörigkeit und Stadtgeschichte im Fokus
Die aktuelle Ausgabe der Installation widmet sich anlässlich des 50. Jubiläums des Gemeindezusammenschlusses (1. Januar 1975) intensiv der Stadtgeschichte und der regionalen Zugehörigkeit. Neben den 12 Stadtteilen greifen die Motive der Fahnenreihe beispielsweise auch die Gebietszugehörigkeit zum Main-Tauber-Kreis, dem Land Baden-Württemberg sowie Deutschland und Europa auf.
Ergänzt wird die Reihe durch die drei Partnerstädte der Stadt: Boissy-Saint-Léger (Frankreich), Rátka (Ungarn) und Gschaidt (Österreich) – ein Bekenntnis zu Offenheit und europäischer Verbundenheit. Die Weintrauben neben den Fahnen symbolisieren zudem die lange Tradition und Geschichte des Weinbaus: „Sie unterstreichen die Identität Lauda-Königshofens als „die Weinstadt im Taubertal“, erklärt Christina Ort von der Touristinfo Lauda-Königshofen.
Kunstwerk mit Bildungsauftrag
Die Installation wird dabei keineswegs nur als Kunst und touristischer Anziehungspunkt verstanden, sondern erfüllt auch eine Art Bildungsauftrag: „Sowohl die Bürger als auch Besucher aus der Region und Touristen werden so auf die regionale Identität, die Zugehörigkeit und die Geschichte der Stadt aufmerksam gemacht“, sagt Alexandra Hagel von der Touristinfo Lauda-Königshofen.
Starke Partnerschaft zwischen Stadt und Künstlerschaft
Seit 2014 verwandelt sich die Marienstraße alle zwei Jahre neu. Das Projekt beruht auf einer engen und erfolgreichen Zusammenarbeit: Während die Idee und das künstlerische Konzept stets von Rudi Neugebauer stammen, übernimmt die Stadt Lauda-Königshofen einen erheblichen Anteil bei der praktischen Umsetzung sowie der Finanzierung.
Rudi Neugebauer prägt das künstlerische Erscheinungsbild der Stadt seit Jahren nachhaltig. Er ist Mitglied des Kunstkreises Lauda-Königshofen, betreibt die „Alte Spenglerei“ am Marienplatz und hat das Stadtbild unter anderem mit den bunten Blumenfahrrädern bereichert.
Die Fahnen in der Marienstraße sind somit weit mehr als Dekoration. Sie sind Ausdruck einer gelebten Verbindung zwischen Kunst, Stadtgeschichte, Weinbaukultur und Gemeinschaftsgefühl – und ein Willkommensgruß für alle, die per Rad oder zu Fuß durch das Taubertal reisen.





