Zahnärztliche Tipps to go: Naschen mit Strategie

Der Duft von gebrannten Mandeln und Zimtsternen liegt in der Luft. Die Weihnachtszeit ist für unsere Geschmacksknospen ein Fest, für unsere Zähne jedoch oft eine Herausforderung. Als Zahnarzt könnte ich nun den Spielverderber mimen und Zucker gänzlich verbieten. Aber sind wir ehrlich: Weihnachten ohne Plätzchen ist wie Winter ohne Schnee (ja, stimmt, wir haben ja meistens keinen Schnee mehr). Die gute Nachricht für alle Schleckermäuler lautet deshalb: Naschen ist erlaubt, denn es kommt nur auf die richtige Taktik an!
Wie bereits in meinem Artikel zur zahngesunden Ernährung erläutert, ist Zucker der Treibstoff für Kariesbakterien. Diese wandeln Kohlenhydrate in Säure um, die den Zahnschmelz angreift. Doch das eigentliche „Gift“ für die Zähne ist nicht die Gesamtmenge der Leckereien, sondern die Frequenz. Wer den ganzen Tag über immer wieder „nur einen“ Keks isst, hält seine Zähne unter ständigem Säurebeschuss. Unserem Speichel, dem natürlichen Reparaturdienst im Mund, fehlt dann die Zeit, die Säuren zu neutralisieren und den Zahnschmelz zu remineralisieren.
Die goldene Regel für die Feiertage lautet daher „Blocknaschen“ statt Dauerknabbern.
Genießen Sie Ihre Lebkuchen oder Dominosteine lieber bewusst als Nachtisch direkt nach einer Hauptmahlzeit. Wenn Sie alles „in einem Aufwasch“ naschen, steigt der Säurepegel nur einmal an. Gönnen Sie Ihren Zähnen danach eine mehrstündige Zuckerpause. Ein kleiner Tipp am Rande: Spülen Sie den Mund nach dem Naschen kurz mit Wasser aus. Das verdünnt den Zucker sofort und unterstützt den Speichel dabei, den pH-Wert im Mund wieder zu normalisieren.
Genießen Sie die Feiertage also ohne schlechtes Gewissen, aber mit Köpfchen. Wer Naschpausen einhält und am Abend die gründliche Reinigung (Zahnseide nicht vergessen!) durchführt, darf sich das Fest schmecken lassen.
Ein besinnliches Weihnachtsfest, genussvolle Stunden und einen gesunden Start ins neue Jahr wünscht Ihnen
Ihr Dr. Eugen Gefel & Team
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