Freilichttheater in Greußenheim: „Kaiser Karl kehrt zurück – Das Erbe von Gruzen“

Zwischen Bäumen und unter freiem Himmel entsteht in diesem Sommer ein Theaterabend mit starkem Bezug zur Region. Mit „Kaiser Karl kehrt zurück – Das Erbe von Gruzen“ bringt die Theatergruppe „Vorhang auf!“ das Stück erstmals auf die Waldbühne Greußenheim.
Über 50 Mitwirkende stehen gemeinsam auf der Bühne – Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Viele sind seit Jahren dabei, andere zum ersten Mal. Entstanden ist ein Ensemble, das die Geschichte gemeinsam trägt.
Das Stück knüpft an „Kaiser Karls Gericht“ der Mundartdichterin Reineldis Roth an, das in Greußenheim mehrfach aufgeführt wurde. Die Autorin Heike Wörner, selbst einst Teil des Ensembles, greift diesen Stoff wieder auf und führt ihn weiter. „Geschichten enden nicht mit dem letzten Applaus. Sie leben weiter“, sagt sie. Daraus ist ein Stück entstanden, das sich mit Macht und Verantwortung beschäftigt und mit der Frage, was geschieht, wenn eine Gemeinschaft beginnt, sich ihrer eigenen Vergangenheit zu stellen.
Im Mittelpunkt steht das Dorf Gruzen. Jahre nach den früheren Ereignissen scheint Ruhe eingekehrt, doch unter der Oberfläche wirkt vieles fort. Konflikte sind nicht verschwunden, sondern haben sich verlagert. Manches wurde verdrängt, anderes nie ausgesprochen.
„Schweigen schützt nicht, es verzehrt.“
Der historische Bezug ist eng mit der Region verbunden. Einer Überlieferung nach soll Karl der Große auch in Greußenheim Gericht gehalten haben. Ob sich dies so zugetragen hat, lässt sich nicht belegen – doch solche Erzählungen prägen bis heute das Bild dieser Zeit und bilden den Ausgangspunkt für die Geschichte von Gruzen.
Regie führen Barbara Neuerburg und Laura Angelina Wörner. Sie konzentrieren sich auf die Figuren und ihre Beziehungen. Die Szenen entwickeln sich aus dem Spiel heraus, Spannungen entstehen in den Dialogen und im Miteinander auf der Bühne.
Ein wichtiger Teil des Projekts ist auch die gewachsene Theaterarbeit vor Ort. Karin Kuhn hat mit der Gründung des Vereins die Grundlage dafür geschaffen. Dass eine Inszenierung in dieser Größenordnung möglich ist, liegt am Einsatz vieler Beteiligter. Eine zentrale Rolle übernimmt dabei der Vorsitzende Horst Lang gemeinsam mit dem Vorstand, die organisatorische Verantwortung tragen. Unterstützt werden sie von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern – auf und hinter der Bühne.
Alle Infos auf einen Blick:
- Waldbühne Greußenheim
- Biergartenbetrieb ab 17:00 Uhr vor jeder Vorstellung
- Aufführungen Freitag bis Sonntag: 24. bis 26. Juli und 31. Juli bis 2. August
- Beginn jeweils um 19:30 Uhr
- Eintrittspreis: 18 Euro (Restkarten an der Abendkasse 20 Euro)
- Tickethotline: +49 163 26 66 219




