Über 70 Fledermaus-Exemplare gezählt

Über 70 Fledermaus-Exemplare zählten Claudia Beyer vom Sachgebiet Naturschutz der Regierung von Unterfranken sowie Matthias Hammer der Koordinationsstelle für den Fledermausschutz in Nordbayern im zurückliegenden Winter in drei Felsenkellern in der Lengfurter Straße in Marktheidenfeld.
Unterstützt von Marktheidenfelds städtischem Umweltbeauftragten Torsten Ruf fanden die Fledermausexperten – in den ganzjährig acht Grad kalten unterirdischen Gängen – zur Freude von Felsenkeller-Besitzer Mäx Tauberschmitt acht verschiedene Fledermausarten vor.
Die am häufigsten vorgefundene Spezies ist das „Große Mausohr“, wissenschaftlich Myotis myotis genannt. Deutschlands größte Fledermausart verfügt über eine beeindruckende Flügelspannweite von bis zu 43 Zentimetern. Die Tiere können bis zu 25 Jahren alt werden. Dank spezieller Artenhilfsmaßnahmen hat sich der Bestand – nach starkem Rückgang in der Mitte des 20. Jahrhunderts – mittlerweile auch in Marktheidenfeld wieder erholt.
„In unseren Breiten zieht das Mausohr seine Jungen im Sommer in geräumigen und ungestörten Dachböden auf. Für den Winterschlaf suchen die Tiere alte Gewölbe- und Felsenkeller sowie Höhlen auf“, erläutert Torsten Ruf. Zahlreiche Sommer- und Winterquartiere werden von den Naturschutzbehörden und ehrenamtlich aktiven Fledermausschützenden betreut und die Anzahl der Tiere jährlich erfasst, so Ruf.
Fledermäuse nehmen als effektive, nachtaktive Insektenjäger eine wichtige Rolle im Ökosystem ein und dienen als natürliche Schädlingsbekämpfer, betont Torsten Ruf abschließend.



