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Gesundheit

Zahnärztliche Tipps to go: Parodontitis

Von Dr. Eugen Gefel
10.08.2026
Waldbüttelbrunn
Zahnarztpraxis Dr. Gefel in Waldbüttelbrunn
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Dr. Eugen Gefel

Warum Zähne und Allgemeingesundheit zusammenhängen

Ein Zahnarztbesuch dreht sich längst nicht mehr nur um Karies, Zahnstein oder ein strahlendes Lächeln. Die moderne Zahnmedizin blickt weit über den Mundraum hinaus, denn unser Mund ist das Tor zum Körper. Ein Paradebeispiel dafür ist die Parodontitis, im Volksmund oft verharmlosend „Parodontose“ genannt.

Diese chronische, bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparates beginnt meist unscheinbar mit leichtem Zahnfleischbluten und kann unbehandelt bis zum Zahnverlust führen. Die schädlichen Bakterien und ihre Entzündungsstoffe reisen zudem über die Blutbahn quer durch den Körper und können dort an ganz anderer Stelle Schaden anrichten. Was im Mund beginnt, endet also nicht zwangsläufig auch dort.

Der stille Brandbeschleuniger: Rauchen

Kaum ein Faktor ist so tückisch wie Nikotin. Es verengt die feinen Blutgefäße im Zahnfleisch und sorgt dafür, dass das wichtige Warnsignal Zahnfleischbluten bei Rauchern häufig komplett ausbleibt. Der Zahnhalteapparat wird zerstört, ohne dass der Betroffene etwas davon spürt, bis plötzlich Zähne wackeln. Wer raucht, sollte seinem Zahnfleisch deshalb besonders aufmerksam Beachtung schenken.

Eine gefährliche Zweibahnstraße: Diabetes

Besonders gut erforscht ist die Wechselwirkung mit Diabetes mellitus. Die beiden Erkrankungen schaukeln sich gegenseitig hoch, weshalb Mediziner von einer echten Zweibahnstraße sprechen. Ein schlecht eingestellter Blutzucker begünstigt heftige Entzündungen im Mund, umgekehrt wird es für den Körper deutlich schwerer, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten, solange eine unbehandelte Parodontitis im Hintergrund köchelt.

Eine überraschende Parallele: Rheuma

Weniger bekannt, aber ebenso spannend ist die Verbindung zur rheumatoiden Arthritis. Beide Erkrankungen ähneln sich verblüffend: In beiden Fällen greift ein fehlgeleitetes Immunsystem körpereigenes Gewebe an: Einmal den Kieferknochen und einmal den Gelenkknorpel. Manche Forscher vermuten sogar, dass Mundbakterien den Startschuss für die Gelenkentzündung mit auslösen können. Wird eine begleitende Parodontitis konsequent behandelt, berichten viele Rheuma-Patienten von spürbar weniger Beschwerden.

Was das für Herz und Kreislauf bedeutet

Auch das Herz-Kreislauf-System bleibt nicht verschont. Mundbakterien können in den Blutkreislauf gelangen, sich an den Gefäßwänden festsetzen und dort schleichend Entzündungsprozesse anstoßen, die eine Arteriosklerose (Arterienverkalkung) begünstigen. In der Folge ist das statistische Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall bei Menschen mit fortgeschrittener Parodontitis nachweislich erhöht.

Was Sie jetzt tun können

Die gute Nachricht: Parodontitis lässt sich heute in den meisten Fällen gut in den Griff bekommen, vorausgesetzt sie wird rechtzeitig erkannt. Nehmen Sie Zahnfleischbluten daher ernst, auch wenn es schmerzfrei bleibt. Eine gründliche häusliche Mundhygiene, kombiniert mit regelmäßigen professionellen Zahnreinigungen, ist der wirksamste Schutz für Ihre Zähne und für weit mehr als das.

Gesundheit beginnt im Mund. Lassen Sie uns gemeinsam gut darauf aufpassen!

Ihr Dr. Eugen Gefel, Waldbüttelbrunn

Zahnarztpraxis Dr. Gefel | August-Bebel-Straße 57 | 97297 Waldbüttelbrunn | 0931 991 33 801 | eugen@dr-gefel.de |  www.dr-gefel.de

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